Taklimakan ist die gr??te Wüste in China. Mit ihrer Gr??e von 330.000 Quadratkilometern wirkt sie wie eine endlose Sandlandschaft. Doch unter dieser riesigen Wüste begraben sind Relikte der Seidenstra?e, eine der gr??ten kommerziellen Routen in der Geschichte, die Ost und West verbunden hat.
Vor 117 Jahren, also 1896, machte der schwedische Entdecker Sven Hedin einen überraschenden Fund in der Oasenstadt Dandan Oilik im Herzen der Wüste Taklimakan. Zhang Yuzhong, ehemaliger stellvertretender Direktor des Arch?ologischen Forschungsinstituts Xinjiang, erkl?rt: "Früher glaubten Experten in China und im Ausland, dass es keine Spuren von Menschen in der Wüste gab. Doch Sven Hedin fand zahlreiche überreste von H?usern. Danach fand Aurel Stein, ein anderer Entdecker, der bekannt als ein Pionier der Seidenstra?e ist und zwei Wochen lang dort forschte, die überreste weiterer 18 Wohnh?user und identifizierte einige Tempel. Er entdeckte au?erdem Dokumente aus der Tang- und der Han-Dynastie.
Hedin besuchte 1900 noch einmal Taklimakan. Auf dieser Expedition entdeckte er die Ruinen der historischen Stadt Loulan, die unter Sand begraben lagen. Zhang erz?hlt: "Die alte Stadt Loulan ist die Hauptstadt des K?nigreichs Loulan, die noch ?lter ist als Dandan Oilik. Diese beiden Entdeckungen, Dandan Oilik und Loulan, sind unverkennbare arch?ologische Ereignisse in Xinjiang."
Zehn Jahre nach der Entdeckung von Loulan, also 1910, entdeckte ein dortiger J?ger ein Grab nahe eines Baches 175 Kilometer entfernt von Loulan. Das Grab, das mit über hundert Holzst?ben an einer Sanddüne aufgerichtet ist, gilt als eines der faszinierendsten Mysterien der asiatischen Zivilisation. Zhang erkl?rt, es geh?re zur frühen Bronze-Zeit, deren Geschichte in Xinjiang auf die Zeit vor 4000 Jahren zurückgeht.